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Schulraumplanung Einwohnergemeinde Cham

Die Einwohnergemeinde Cham entwickelt sich stark. Laut aktuellen Prognosen wächst sie von heute rund 17'000 auf neu über 20'000 Einwohnerinnen und Einwohner an. Damit einhergehend werden auch die Schülerinnen- und Schülerzahlen weiter ansteigen und der gegenwärtige Schulraum nicht mehr ausreichen. Denn schon heute stösst das vorhandene Schulraumangebot im Zentrum bzw. im "Schulkreis Dorf" an seine Grenzen. So werden im aktuellen Schuljahr 2020/21 Klassengrössen von bis zu 24 Schülerinnen und Schüler geführt, was der Höchstzahl der im kantonalen Schulgesetz festgelegten Klassengrössen für Kindergarten und Primarschule entspricht. Gleichzeitig sind die Schulen einem dynamischen Umfeld ausgesetzt und die Gesellschaft einem starken Wandel unterworfen. Lehr- und Lernformen entwickeln sich stetig weiter und die schulergänzende Betreuung nimmt laufend an Bedeutung zu. Deshalb muss sich der Schulraumangebot auch an solche Entwicklungen anpassen.

 

Strategie mit Fokus auf Flexibilität, Nähe und Verdichtung

Der Gemeinderat und die Abteilungen Planung und Hochbau sowie Bildung haben in den vergangenen Monaten intensiv zusammengearbeitet und für die Schulraumplanung eine Strategie entwickelt, welche den Prognosen und Entwicklungen gerecht wird. Dabei stehen eine hohe Flexibilität, Nähe und Verdichtung im Zentrum: Der zusätzlich benötigte Schulraum soll primär durch eine Verdichtung an den bestehenden Schulstandorten erreicht werden. Neuer Schulraum soll dort entstehen, wo ein Bevölkerungswachstum stattfindet. Die Gestaltung der konkreten Räume soll so flexibel wie möglich sein und der Modularen Tagesschule soll weiterhin grosse Bedeutung beigemessen werden.

Für die Schulen Cham wurde aufgrund der gesamten Auslegeordnung Handlungsbedarf in drei konkretenThemenfeldern erkannt: Die Schaffung von drei zusätzlichen Klassenzügen im «Schulkreis Dorf», die Schaffung von Raumangeboten für die Modularen Tagesschulen sowie die Schaffung von zusätzlichen Räumen für die Musikschule bzw. eines Musikschulzentrums. Um die damit verbundene grosse Raumnachfrage decken zu können, ist geplant, die anstehenden Erweiterungen etappenweise wie folgt zu entwickeln:

Schulhauspavillon Röhrliberg: Ab Frühjahr 2021 Belegung durch Kindergarten und Primarschule Kirchbühl mit einem reduzierten Klassenzug. Die aktuell im Schulhauspavillon untergebrachten Klassen der Oberstufe werden im Frühjahr 2021 das erweiterte und sanierte Schulhaus Röhrliberg 1 beziehen.

• Schulhausprovisorium Städtli: Um auf das Schuljahr 2022/23 eine Entspannung bei der aktuellen Schulraumsituation im Städtli erreichen zu können, soll in der Schulanlage Städtli ein Schulhausprovisorium für rund einen Klassenzug errichtet werden. Dies aber auch zwingend deshalb, damit während den Bauphasen, der in der Strategie vorgesehen Neu- und Erweiterungsbauten, Ausweichmöglichkeiten geschaffen werden können. Das Provisorium Städtli soll nach 12 bis 15 Jahren zurückgebaut werden.

Schulhaus Papieri: Neubau eines Schulhauses auf dem Papieri-Areal für einen Klassenzug, Modulare Tagesschule und eine Turnhalle. Bezug geplant auf Beginn des Schuljahres 2026/27.

Räumliche Verdichtung am Schulstandort Städtli 1 und 2: Realisierung von Neu- und Erweiterungsbauten für vier Klassenzüge, Modulare Tagesschule, ein Musikschulzentrum und eine Dreifach-Turnhalle. Realisierung in Etappen ab Schuljahr 2026/27 bis ca. 2033/34.

Sanierung und bedarfsgerechte Erweiterung Schulhaus Kirchbühl 1: Gebäudesanierung mit bedarfsgerechter Erweiterung des Schulhauses Kirchbühl 1 für Kindergarten, Primarschule und Modulare Tagesschule. Realisierung ca. ab Schuljahr 2033/34.

Schulanlage Hagendorn: Bedarfsgerechte Erweiterung der Kapazitäten für die Modulare Tagesschule sowie Erweiterung Turnhalle. Realisierung ca. ab Schuljahr 2033/34.

 

Schulhausneubau Papieri – Projektierungskredit an Dezember-GV angenommen

Als erste Massnahme wird der neue Standort Papieri an die Hand genommen. Konkret soll auf dem Papieri-Areal ein neuer Schulstandort mit dem Raumangebot für Kindergarten, Primarschule und Modulare Tagesschule entstehen. Geplant ist, dass der entsprechende Neubau auf dem Grundstück der Gemeinde (Baufelder M1 und M2) möglichst nutzungsneutrale Grundstrukturen aufweist, welche verschiedene Lernsituationen und Unterrichtsformen ermöglichen. Um den anspruchsvollen Rahmenbedingungen für das Vorhaben gerecht zu werden, soll ein Wettbewerbsverfahren durchgeführt werden. Den entsprechenden Wettbewerbs- und Projektierungskredit von rund CHF 2,8 Mio. hat die Gemeindeversammlung im Dezember 2020 gutgeheissen. Der entsprechende Auszug aus der GV-Vorlage (Traktandum 3) findet sich ganz unten auf dieser Seite.

 

Fortaufend detaillierte Informationen

Die zuständigen Abteilungen werden fortlaufend über die Schulraumplanung und ihre Teilprojekte informieren. Vertiefende Informationen finden Sie auch im Gemeindeinfo Nr. 81. Dort geben u.a. die beiden zuständigen Gemeinderäte Arno Grüter und Rolf Ineichen einen Einblick zur gewählten Strategie im Interview und die Musikschule zeigt auf, wieso ein Musikschulzentrum von Bedeutung ist. Mit dem "Strategischen Arbeitspapier", der "Strategie und Analyse der Modularen Tagesschule" sowie dem "Richtraumprogramm" finden Sie ganz unten zudem weitere vertiefende Basisdokumente zur Schulraumplanung.

Weiterführende Dokumente werden kongruent zu den jeweiligen Planungsschritten regelmässig auf dieser Seite aufgeschaltet.

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