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Gemeinsam unsere Landschaft gestalten

Landschaftsbild Niederwil

Vielfältige und wertvolle Landschaftsräume prägen die Gemeinde Cham: Wiesen, Wälder, Gewässer und Ufer. Die Chamer Landschaft beherbergt verschiedene Pflanzen- und Tierarten, bietet der Bevölkerung Erholung und ist nicht zuletzt Lebensgrundlage für die Landwirtschaft.

Landschaftsentwicklungskonzept (LEK)

Die Gemeinde Cham entwickelt sich stark. Das Siedlungsgebiet dehnt sich immer mehr aus, die Bevölkerung wächst. Grosse Infrastrukturprojekte wie der Autobahnausbau und die Umfahrung Cham-Hünenberg werden in den nächsten Jahren realisiert. Auch der Kiesabbau und die Deponien beanspruchen Raum. Die Chamer Landschaft gerät zunehmend unter Druck. Der Gemeinderat will die Lebensräume schützen und zugunsten von Mensch und Umwelt aufwerten. Dazu hat er gemeinsam mit den Betroffenen ein Landschaftsentwicklungskonzept (LEK) erarbeitet und 2005 verabschiedet.
Die Broschüre „Die Chamer Landschaft“ gibt einen Kurzüberblick über das LEK. In einer ausführlicheren Form steht der LEK Bericht zur Verfügung.

Verein Lebensraum Landschaft Cham (LLC)

Die Realisierung des Landschaftsentwicklungskonzepts (LEK) soll durch die Betroffenen - Bewirtschafter, Grundeigentümer und weitere interessierte Personen - erfolgen. Der Gemeinderat hat dazu im November 2006 den Verein Lebensraum Landschaft Cham (LLC) gegründet und mittels einer Leistungsvereinbarung mit der Umsetzung des LEK beauftragt. Der LLC setzt laufend Massnahmen um, realisiert Projekte, berät Bauherren und Behörden und leistet damit einen wertvollen Beitrag für die Chamer Landschaft. Er steht allen interessierten Personen offen. Weitere Informationen zum LLC finden Sie unter www.landschaftcham.ch.
Ein Bild vom Verein LLC und seiner prägenden Wirkung auf die Landschaft Chams gibt auch der Beitrag im Zuger Neujahrsblatt 2009.


Aktuelle Projekte der Gemeinde Cham


Gebäudebrüterinventar: Gebäudebrüter sind bedroht. Ein Inventar soll zum Schutz ihrer Brutplätze in Cham beitragen.

Die Zahl der Gebäudebrüter ist rückläufig. Wichtig für deren Erhalt sind insbesondere geeignete Brutplätze. Um diese zu schützen, lässt die Gemeinde Cham ein Gebäudebrüterinventar erstellen. Zu den Vögeln, die in oder an Gebäuden brüten, zählen Mauersegler im Volksmund Spyren, Mehlschwalben und Dohlen. Die Gründe für den Rückgang sind gemäss Aussage der Biologin und Mitarbeiterin der Orniplan Yvonne Schwarzenbach vielschichtig. Einerseits mangelt es an tauglichen Brutplätzen, andererseits sind traditionelle Brutplätze durch Abriss oder Gebäudesanierungen gefährdet.

Um sich ein Bild vom Bestand und den Brutstandorten der Gebäudebrüter zu machen, lässt die Einwohnergemeinde Cham ein flächendeckendes Inventar der Brutstandorte erstellen.
Von Mai - Juli 2012 werden zusammen mit Ehrenamtlichen und Mitgliedern der lokalen Vereine «Lebensraum Landschaft Cham (LLC)» und «Zuger Vogelschutz» alle Brutstandorte von Gebäudebrütern gesucht.

Ins Inventar sollen auch die Standorte der Aufzuchtsorte von Fledermäusen aus dem Inventar des Zuger Fledermausschutzes einfliessen. Manuela Hotz, Projektleiterin Umwelt der Einwohnergemeinde Cham ist überzeugt, dass mit diesem Wissen auch bei den notwendigen Gebäudesanierungen für bessere Standards in der Energiestadt Cham die Gebäudebrüter und Fledermäuse künftig nicht mehr zu kurz kommen.

Auch Sie können mithelfen!

Da Gebäudebrüter teilweise am Brutplatz sehr heimlich sind, ist jede zusätzliche Beobachtung willkommen. Einwohnerinnen und Einwohner können ihnen bekannte Brutstandorte über eine Online-Plattform melden. Falls an Ihrem Haus Spyren oder Mehlschwalben brüten oder Sie einen schwarzgefärbten Mauersegler in einem Spalt an einem anderen Gebäude am Unterdach verschwinden sehen, so bitten wir Sie, dies ab 1. Mai 2012 unter www.naturinventar.ch/cham zu melden.

Die wichtigsten Informationen sind im Flyer kurz zusammengefasst.

Vogelstimmen und weitere Informationen zu den einzelnen Arten finden Sie bei der Schweizerischen Vogelwarte Sempach: Mauersegler, Mehlschwalbe

 
 

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